FÜR EINE PERVERSE GESELLSCHAFT – ein Grundsatzpapier des Arbeitskreises Sexualpolitik Berlin (Oktober 2005)

FÜR EINE PERVERSE GESELLSCHAFT

Wir erregen Anstoss

Vorschlag für eine sexualpolitsche Grundsatzerklärung

Der AK-Sexualpolitk Berlin versteht sich als Teil einer linksdemokratischen und antiautoritären gesellschaftlichen Bewegung.

Er vertritt die folgenden Grundsätze:

Wir begreifen Sexualität als eine positive Kraft im Leben eines jeden Menschen. [Formulierung der AHS]
Wir sehen diese positive Kraft unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Identität oder Spielart und Behinderung.

Wir lehnen jede Unterdrückung und Diskriminierung einhelliger Sexualität ab.Einhellige Sexualität ist Sexualität nach dem erklä?rten oder erkennbaren Willen der Beteiligten. Sie entspricht der durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantierten freien Entfaltung der Persönlichkeit und der

Handlungsfreieheit und hat für uns einen hohen bürgerrechtlichen Stellenwert.

Für uns hat jede Form und Spielart der Sexualität ihre eigene Berechtigung in sich und ist keinem weiteren Zweck untergeordnet.
Ein Sexualstrafrecht, das aus dem neunzehnten Jahrhundert stammt und nach wie vor zahlreiche Spielarten einhelliger Sexualität kriminalisiert und verfolgt, lehnen wir ab. Es schützt nicht, wie es vorgibt, die sexuelle Selbstbestimmung, sondern eine religiös verklemmte Sexualmoral von ewig Gestrigen. Ein solches

Sexualstrafrecht können und werden wir nicht akzeptieren; wir verlangen seine Abschaffung!

Wir solidarisieren uns mit allen wegen ihrer Sexualität verurteilten und inhaftierten Gefangenen und verlangen ihre Freilassung aus Knast und Psychiatrie.

Wir verlangen insbesondere gesellschaftliche Akzeptanz für folgende Phänomene und Spielarten der Sexualität:

Kindersexualität, Pädo- und generationsübergreifende Sexualität, Ephebo- und Gerontophilie und alterungleiche Partnerschaften, Inzest, Exhibitionismus, Sado-Masochismus, Sexualität in der Öffentlichkeit, jede einhellig hergestellte Pornographie einschl. Tier-, Kinder- und Jugendpornographie, Homo-, Bi-, Trans-

und Intersexualität, Transidentität, Prostitution und Zuhälterei, Zoophilie und Fetischismus.

Sexuelle und geschlechtliche Normierungen stellen wir grundsätzlich in Frage.

Emanzipation ist für und der Kampf um die Überwindung von Normierungen sowie für Akzeptanz und Gleichstellung aller Sexualitäten und Lebensweisen.

Wir wollen einen neuen gesellschaftlichen Dialog mit und zwischen Menschen aller Sexualitäten begründen. Gesellschaftlicher Dialog und Provokation sind die Mittel, um unsere politischen Anliegen voranzubringen und durchzusetzen.

Wir treten jeder sexuellen Denunziation und damit verbundener Medienhetze gegen scheinbare sexuelle Au?enseiter und sogenannte Minderheiten entschlossen entgegen.

Wir grenzen grundsätzlich niemanden aus und dulden andererseits auch keine Ausgrenzungen. Bei uns sind Menschen aller Identitäten und Spielarten willkommen – queere Menschen ebenso wie alle anderen, die sich gegen sexuelle Verfolgung und Sexualunterdrückung zur Wehr setzen. Unsere Zusammenarbeit ist

von gegenseitiger Achtung, Verständnis und Toleranz geprägt und geleitet von dem Gedanken, ein breites Bündnis aller sexuell Diskriminierten zu erhalten.

Wir freuen uns auf Dialog und streitbare Auseinandersetzung mit allen Interessierten.

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1 Kommentar zu “FÜR EINE PERVERSE GESELLSCHAFT – ein Grundsatzpapier des Arbeitskreises Sexualpolitik Berlin (Oktober 2005)”
  1. In der sexuellen Spielart spielt Liebe und Bezug auf das Dingliche eine Große Rolle in der Gesundheit in Zeit und Raum. Eine Gesellschaft die es wagt Menschen oder Bürger oder Anders Denkende Atheistische weltliche Christen zu verfolgen in einem Staatsfeind Nr. 1 Polizeistaat Bayern der BRD West in Sitte und Justiz ist natürlich ganz klar ein ungeheuerliches Monströses Verbrechen in zweierlei Hinsicht zum einen im Sadismus und zum anderen im Sadismus und Sadomasochismus und Perversion der Vergewaltigung der Kinder und Jugendlichen der BRD gesamt BRD und Deutschland Sachsen Freistaat.

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