Spitzelei und Zensur durch NSA, GCHQ und Google getarnt als vermeintlicher “Kampf” gegen “Kinderpornographie”

Durch das willkürliche Ausschnüffeln von Daten bei Internetnutzern und das (vermeintliche) Ausspionieren von “befreundeten” Politikern haben sich “NSA” und “GCHQ” in letzter wenig beliebt gemacht. Jetzt setzt man auf die Moralkarte um in trauter Zusammenarbeit mit “Google” und “Microsoft” und mit Zustimmung des verdummten Volkes Spitzelei und Zensur im Netz betreiben zu können.

Völlig kritiklos bejubelt der Staatssender “Deutsche Welle” im Sinne klassischer Hofberichterstattung dieses gemeinsame Vorhaben der Geheimdienste aus den USA und Großbritannien in Zusammenarbeit mit den “marktbherrschenden” Internetkonzernen “Google” und “Microsoft” unter der Überschrift:

 

NSA und GCHQ gemeinsam gegen Kindesmissbrauch

 

“Die beiden Staaten hätten eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um in den Tiefen des Netzes diejenigen aufzuspüren, die pornographische Bilder von Kindern austauschten, sagte der britische Premierminister David Cameron am Montag dem Rundfunksender BBC. Cameron äußerte sich nach einem Treffen mit Vertretern von Google, Microsoft und anderen Internetkonzernen zum Kampf gegen Kinderpornographie. Er begrüßte zugleich, dass der Internetkonzern Google künftig 100.000 typische Suchanfragen blockieren will. Dies sei ein großer Fortschritt. Der nächste Schritt müsse aber “ins dunkle Netz gehen, wo die Leute fern der Googles und Microsofts direkt Bilder austauschen”. Dazu sollten künftig der britische Geheimdienst GCHQ und der US-Geheimdienst NSA eingespannt werden.
Google und Microsoft stellen die Technik. Deren Technologie sowie die Fähigkeiten und Brillanz ihrer Mitarbeiter würden künftig genutzt, um “diese widerlichen Leute” zu verfolgen. Dafür soll auch die neue britische Polizeibehörde “National Crime Agency” (NCA) eng mit der US-Bundespolizei FBI zusammenarbeiten. (….)Microsoft erklärte, auch seine Suchmaschine Bing werde bei der Suche nach Kinderpornographie-Begriffen gesäuberte Ergebnislisten anzeigen. Google und Microsoft wickeln weltweit schätzungsweise 95 Prozent aller Online-Suchanfragen ab. Außerdem bemühen sich Google und Microsoft, die Verbreitung von kinderpornografischen Fotos zu stoppen. Jedes als illegal eingestufte Bild bekomme einen digitalen Fingerabdruck, damit es immer wieder herausgefiltert werden könne, schrieb Schmidt. Die Technologie dafür komme von Microsoft. Entwickler von YouTube arbeiteten an einer ähnlichen Software auch für Videos. Das Online-Netzwerk Facebook setzt bereits ein ähnliches Verfahren ein, um die Verbreitung kinderpornografischer Fotos zu verhindern. (…) Nach Expertenmeinung findet der Austausch von illegalen kinderpornografischen Bildern und Videos aber nur zu einem kleineren Teil in dem Bereich des Web statt, das durch Google, Microsoft und andere Anbieter in einem Suchindex erfasst wird. Die meisten Pädophilen gingen “in die dunklen Ecken des Internets auf Peer-to-Peer-Websites.”

 

Es sollte offensichtlich sein, dass man hier zu einer altbekannten Methode greift um ungehindert Daten ausspionieren- und Zensur betreiben zu können. Dies ist natürlich wieder ein geeigneter “Aufhänger” um auch politisch unerwünschte Inhalte aus dem Netz zu verbannen bzw. die Betreiber kritischer Webseiten mundtot zu machen.  Es kommt nicht von ungefähr, dass man verfassungswidrige und menschenrechtsverletzende Maßnahmen mit einem Ziel begründet, welches ebenfalls mit Grund- und Menschenrechten unvereinbar ist. Mit einer erfolgreichen Hexenjagd im Sinne einer virtuellen Inquisition meint man alles rechtfertigen zu können und praktischerweise kann man auch “Imagepflege” beim Pöbel betreiben. Dass sich die mittlerweile völlig aus den Fugen geratenen Strafgesetze hinsichtlich so genannter “Kinder- und Jugendpornographie”  (§§ 184b und 184c)  nicht mit dem im Grundgesetz garantierten Rechten und einem Rechtsstaat vereinbar sind wurde auf dieser Internetpräsenz bereits mehrfach ausführlich dargestellt. Genauere Ausführungen zu diesen Zusammenhängen findet man unter anderen in diesen Ketzerschriften-Artikeln:

 

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat”

 

Die Systemmedien, der Pöbel und die “Kinderpornogrpahie” – Ein kleines Beispiel

 

Der alltägliche Bildersturm

 

Facetten von Desinformation und Unrecht

 

Wenn sich Pixel an Pixeln vergreifen

 

Das der desinformierte Mob menschenrechtswidriger Zensur und Spitzelei aus mit der “Begründung” eines angeblichen “Kinderschutzes” und der Hexenjagd auf “widerliche Leute” begeistert zustimmen würde zeigt auch dieser Kommetar auf dieser Webseite. Der Schreiber (“Aufpasser”) mag hier einmal exemplarisch für den medial aufgehetzten und verblödeten Pöbel stehen:

Kommentar zu Facetten von Desinformation und Unrecht

 

Offensichtlich hatte der Autor des “DW-Artikels” auch technisch wenig Ahnung, denn es werden hier das anonyme “Darknet”, wie b. B. das anonyme TOR-Netzwerk und Peer to Peer- Netzwerke in einen Topf geworfen. Tatsächlich hat das Eine mit dem Anderen gar nichts zu tun. Ähnliches liest man auch bei Artikel bei Heise/Telepolis zum gleichen Thema. Dieser Bericht ist zwar ein wenig kritischer verfasst, erkennt den Kern der Problematik aber auch nicht. Denn auch dort ist man ntürlich nicht bereit den gezielt menschenrechtswidrigen  Charakter der strafrechtlichen Pornographiegesetzgebung zu benennen und die logischen Schlüsse daraus zu ziehen. Aus diesem Bericht nun ein paar Auszüge:

 

Heise/Telepolis: Google und GCHQ wollen das Internet von Kinderpornographie säubern

 

 

“Google sperrt 100.000 Suchausdrücke in über 150 Sprachen, die dazu verwendet werden können, Bilder von sexuellem Kindesmißbrauch zu finden. 13.000 weitere Begriffe führen zur Anzeige einer Warnmeldung am Beginn der Suchergebnisse.
Googles Verwaltungsratschef Eric Schmidt kündigte in der Daily Mail an, über 200 Personen hätten an der Entwicklung neuester Technologien zur Bekämpfung von kinderpornographischen Inhalten gearbeitet. Weiter haben die Ingenieure von YouTube in Zusammenarbeit mit Microsoft eine neue Methode entwickelt, um Videos auszumachen, die Opfer von sexueller Gewalt zeigen. Obwohl keinerlei weitere Informationen herausgegeben werden, ist anzunehmen, dass es sich bei den “state of the art”-Entwicklungen um Weiterentwicklungen von Produkten wie “Perkeo” handelt. Interessant ist, dass die Warnhinweise, die bei den 13.000 “weiteren Begriffen” eingeblendet werden, nicht nur von Google selbst, sondern auch von gemeinnützigen Organisationen kommen sollen. Google hofft weiterhin, die Anwendungen auch Organisationen wie NCMEC (National Center for Missing and Exploited Children – in den USA) zur Verfügung stellen zu können. NCMECs Datenbank sowie die daraus abgeleiteten Aussagen über die Verbreitung von Abbildungen sexueller Gewalt dienen auch europäischen Organisationen wie Innocence in Danger als Referenz. (…)Wie schon bei den Stoppschildern im Internet stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit von Warnhinweisen und Sperren. Die wenigsten Pädophilen dürften auf Google und YouTube nach Material zur Befriedigung ihrer Lust suchen. Die Szene verlagert sich immer mehr ins “Darknet”, in dem die Herkunft der Anfrage durch Anonymisierungssoftware wie TOR verschleiert wird. (….) Aber auch das Darknet soll nach Ankündigung von Großbritanniens Premier David Cameron kein Zufluchtsort für Kriminelle sein. Das GCHQ, der durch Abhöraktionen von Politikern in die Medien geratener Nachrichtendienst, soll sich bei der Bekämpfung von Material einbringen, das sexuellen Missbrauch von Kindern zeigt und über Peer-to-Peer-Netze getauscht wird. (…) Angesichts der Snowden-Enthüllungen ist zu befürchten, dass es nicht wirklich um das Wohl von Kindern geht, sondern dass hier nur eine neue Rechtfertigung für die bekannt gewordene Spitzelei herhalten soll. “

 

Wenigstens erkennt man bei Heise/Teleipolis, dass es bei dieser finsteren Aktion der Mächtigen aus Staat und Wirtschaft keineswegs um das “Wohl” irgendwelcher (imaginärer) Kinder geht sondern um ein Scheinargument für die Rechtfertigung von Spitzel- und Zensuraktivitäten aus ganz eigenen Interessen von repressiven  Staatsgebildenn und kapitalistischer Wirtschaft. Es ist natürlich richtig, dass allein der Umstand, dass man im herkömmlichen Internet, dem so genannten “Clearnet”, wohl kaum noch auf irgendwelche “Kinderpornographie” stossen wird, schon gar nicht in Verbindung mit kommerziellen Interessen. Hinsichtlich der erst vor wenigen Jahren zusätzlich kriminalsierten “Jugendpornographie”, die ja ggf. selbst jung aussehende Erwachsene mit einschließt mag es aufgrund der Schwammigkeit der Definition und einer nahezu unmöglichen Grenzziehung vereinzelt noch anders aussehen.  Allein dieser Umstand lässt den Rückschluss zu, dass es in Wahrheit um völlig andere Ziele geht, denn es macht im Prinzip keinen Sinn etwas zu “bekämpfen”, was gar nicht vorhanden ist.  Abermals werden auch hier das TOR-Netzwerk (“Darknet”) und “Peer to Peer” – Netzwerke durcheinandergewürfelt. Wobei es schon sein kann, dass der rechte britische Premierminister Davis Cameron den Unterschied nicht kennt. Das “TOR -Netzwerk” ist  jedenfalls kein “Peer to Peer-Netz” bei dem Daten direkt getauscht werden. Deshalb spricht man mitunter in diesem Zusammenhang auch von “Tauschbörsen”, die aber im allgeinen im Netz an Bedeutung verloren haben. Anders als Tauschbörsen sind Netzwerke wie “TOR” tatsächlich anonymisiert. Das hier tatsächlich völlig andere Absichten verfolgt werden zeigt auch die Beteiligung von dubiosen Organisationen wie “Innocence in Danger ” an diesem Spionage- und Zensurvorhaben. Derartige untereinander gut vernetzten Organisationen sind in trauter Zusammenarbeit mit Regierungen und globaler Wirtschaft Teil eines global angelegten Prozesses mit internationalen politischen Zielen, bei denen Kinder und Jugendliche tatsächlich nur als Mittel zum Zweck missbraucht werden. Diese Ziele dienen letztlich der Unterdrückung des Individuums und der Stärkung und Sicherung eines totalitären globalen kapitalistischen Systems.

Siehe dazu auch:

Buchtipp: Uncle Sam’s Sexualhölle erobert die Welt…

Aber auch Heise/Telepolis erkennt nicht, dass irrationale Moral und nicht beweisbare Annahmen und Glauben in einem rechtsstaatlichen Strafrecht nichts zu suchen haben. Es sind zu einem Gesetzte, die den Besitz von Bildern oder Videos inkriminieren und unter immer härtere Strafen stellen, die allein durch ihre Existenz und Anwendung einen Rechtsstaat sowie Grund- und Menschenrechte aushebeln. Zum anderen eigenen sie sich hervorragend um auch darüber hinaus die grundlegende Freiheitsrechte der Menschen zu beseitigen und ausser Kraft zu setzen, wie dieses Beispiel sehr schön zeigt.  Um rechtsstaatliche Verhältnisse (wieder) herzustellen und ständigen Grund- und Menschenrechtsverletzungen ein Ende zu setzen müssen Strafrechtsparagraphen wie §§ 184b und 184c ersatzlos gestrichen, die Justizopfer rehabilitiert und entschädigt werden und die Täter aus Justiz und Ermittlungsbehörden zur Verantwortung gezogen werden.

google_nsaspionage

GCHQ

 

, ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

code