Grundrechteabbau durch Nacktbilderverbot nennt sich “Opferschutzpaket”….

….und soll so genannte “Posingfotos”  und entsprechende Filmaufnahmen von tatsächlichen und vermeintlichen “Minderjährigen” auf  nationaler und internationaler Ebene verbieten und strafrechtlich sanktionieren.
Wie dieses straf(un)rechtliche “Opferschutzpaket” genau aussehen soll bleibt bisher  im Detail unklar und schwammig. Eines ist jedenfalls klar, dass es bei diesem Paket zum weiteren Abbau von Grund- und Menschenrechten und zum Aufbau von erweiterter staatlicher Kontroll- , Überwachungs-, und Verfolgungswillkür keine Opfer gibt, die man in einem “Paket” “schützen” könnte.  Menschen, egal wie alt oder jung, die sich freiwillig vor einer Kamera ausziehen sind keine Opfer. Aber der moralinsaure Traum von Bilderverboten in Bezug auf Kinder und Jugendliche geht noch weiter wie ein Artikel der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der vor einigen Tagen unter der Überschrift: “Das Netz der Bilder – Missbrauch von Kinderfotos” mit zahlreichen Andeutungen veranschaulichte:

 

 

“Nicht nur Nacktaufnahmen werden verbreitet (….) Das wirft ein kaltes Licht auf die Diskussion über den Missbrauch von Kinderbildern und damit von Kindern.Der beginnt ja nicht erst mit Fotos oder Filmen, die in dunklen Kellern von Kriminellen gemacht werden, ausschließlich mit dem Zweck, sie auf einem weltweiten Markt zu verkaufen. Es geht nicht nur um Nacktbilder von Kindern, die sexuell missbraucht werden, hergestellt von der Pornoindustrie. Es geht überhaupt nicht nur um Nacktaufnahmen, sondern offenbar taugen auch Bilder angezogener Kinder zum Anregen bestimmter Phantasien.”

 

 

Zunächst einmal sollte man sich an den rechtsstaatlichen Grundsatz erinnern, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind unabhängig von dem Inhalt eines Gesetzes.  Ein Bild bleibt ein Bild unabhängig davon wer es betrachter und wer nicht. In der kompletten Unlogik dieses Artikels geht man augenscheinlich davon aus, dass Nacktheit mit sexueller Aktivität gleichgesetzt wird, welche dann mit dem Schwachsinnsbegriff des “sexuellen Missbrauchs” bezeichnet wird.  Nach dieser absurden “Argumetation”  kommt es für eine “Strafbarkeit” offensichtlich auf den “Blickwinkel” eines möglichen Betrachters an. Nach dieser “Logik” könnte man auch Bilder angezogner Frauen verbieten wollen, denn sie könnten ja von einem heterosexuellen Vergewaltiger betrachtet werden, dessen “Phantasie” dadurch angeregt wurde. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass Kinder generell “Porno” sind, selbst dann wenn sie vollständig bekleidet sind. Wohin dieser Irrsin adminstrativ führen wird werden wir vermutlich in einigen Monaten erleben.  Abermals erfindet man hier einen “Markt”, den es nirgendwo gibt ausser im Kopfkino dieser moralinsauren Demagogoie im Sinne des Systems. Unter anderem kann man in dem FAZ-Artikel dann folgendes lesen:

 

 

“Die Koalition will ein „Opferschutzpaket“ verabschieden (…) Die Koalition hat sich einiges vorgenommen, um Kinder und die Bilder von ihnen besser zu schützen. Es geht nicht nur ums Urheberrecht. Es geht ums Strafrecht. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sagt, sein Haus prüfe umfassend, „wie der strafrechtliche Schutz beim gewerblichen Handel mit oder Tausch von Nacktbildern von Kindern und Jugendlichen verbessert werden kann.“ Diese Prüfung soll nach Angaben einer Sprecherin „in den kommenden Wochen“ bereits abgeschlossen werden. Maas darf auf Unterstützung des Koalitionspartners hoffen. Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Strobl sagt, die Koalitionäre hätten sich vorgenommen, ein „Opferschutzpaket“ mit besonderem Blick auf die Kinder ins Gesetzblatt zu bringen. Das soll noch vor der Sommerpause geschehen sein, viel Zeit bleibt also nicht mehr. „Mit Bildern von nackten Kindern macht man in Deutschland keine Geschäfte. Das ist unerträglich“, sagt Strobl. Wie diese Verschärfungen im Einzelnen aussehen sollen, ist allerdings noch nicht bekannt. (…) Strobl fordert sogar, das Fotografieren nackter Kinder etwa auf öffentlichen Spielplätzen, das bisher noch erlaubt sei, künftig zu verbieten. (…)”

 

 

Selbstverständlich geht es um das Strafrecht, denn nur durch das schärfste Schwert staatlicher Willkür lassen sich die eigentlichen politischen Ziele der Regierenden erreichen.  Offensichtlich möchte man auch in der BRD/Europa Verhältnisse schaffen, die in den USA längst Realität sind und aus nichtigem Anlass durchaus zu extrem langen Haftstrafen führen können.  Gesetzliche Regelungen wie sie einem Herrn Strobl vorschweben würden zu einem unerträglichen Denunziantentum führen, wo eine “aufmerksame Bevölkerung” genau darauf achtet wann und wo wer Kinder und/oder Jugendliche fotografiert und wie umfangreich diese “Minderjährigen” bekleidet sind.  In den USA sind derartige Verhaltensmuster längst trauriger Alltag, wenn man den Reise- und Sicherheitshinweisen des “Auswärtigen Amtes” für USA-Reisen Glauben schenken möchte:

 

 

“Kinderpornographie und –missbrauch werden in den USA strengstens verfolgt und geahndet. Schon möglicherweise geringe Verdachtsmomente werden von einer wachsamen Bevölkerung an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Insofern sollte das Fotografieren nicht vollständig bekleideter Kinder (auch der eigenen z.B. im Garten oder in der Badewanne) unterlassen werden! Die Grenzen zwischen harmlosen Familienfotos und strafbaren “sexuell suggestiven” Fotos verlaufen in den Augen der Ermittlungsbeamten fließend. Eine Anzeige (durch Nachbarn oder ein mit der Filmentwicklung beauftragtes Fotogeschäft) kann langwierige Ermittlungsverfahren, im schlimmsten Fall sogar Gefängnisstrafen nach sich ziehen.”

 

Bei den noch nicht eindeutig formulierten Plänen der regierenden Blockparteien CDU/CSU und SPD wird die (erwartete)  Richtung allerdings schon deutlich. Noch recht unbestimmt wird von einer zukünftigen Strafbarkeit sowohl eines gwerblichen Handels als auch eines Tausches von Nacktbildern von Kindern/Jugendlichen gesprochen. Soweit man den Wortlaut der entsprechenden menschenrechtswidrigen Paragraphen kennt zeigt sich schon hier wo der “Gesetzgeber” wieder einmal im Schnellverfahren ansetzen wird. Der Weg ist dann nicht mehr weit im Gleichklang des bestehenden Wortlauts der verfassungswidrigen Pornostrafgesetze (§§ 184b / 184c StGB) nicht nur Tausch und Weitergabe sondern auch den reinen Besitz von Nacktaufnahmen, die tatsächliche oder vermeintliche “Minderjährige” zeigen, unter erhebliche Strafen bzw. Freiheitsstrafen zu stellen. Bei  strafbewehrten Fotografierverboten auf öffentlichen Plätzen wird eine offizielle und/oder inoffizielle “Sittenpolizei” nicht lange auf sich warten lassen.  Ganz im Sinne einer (moralischen) Globalisierung würden wir uns ggf. langsam Verhältnissen wie in Saudi-Arabien oder dem Iran annähern. Genaueres werden wir dann noch vor der “Sommerpause” erfahren.

Auch in der Printausgabe der “TAZ”  gab es einen kurzen Artikel zur geplanten erneuten Verschärfung der Moralstrafgesetze aus dem nachfolgend zitiert wird:

 

 

“KINDERNACKTFOTOS – Bundesregierung will Verbot international

(…) Die Bundesregierung will sich dafür einsetzen, sogenannte Posingfotos nackter Kinder international zu verbieten. Der Handel mit solchen Bildern verletze das Persönlichkeitsrecht der Kinder, heißt es einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, die der Rheinischen Post vorliegt. Derzeit würden mit Unternehmen Maßnahmen erarbeitet, um den grenzüberschreitenden Handel einzudämmen. Zudem werde überprüft, wie der Handel in Deutschland strafrechtlich sanktioniert werden könne.”

 

 

Ganz im Sinne globaler repressiver Interessen zielt man offenkundig auf die internationale Ausweitung der deutschen Pläne zum Grundrechteabbau im Sinne des US-amerikanischen Diktats.  Die Quellenangaben für den “TAZ-Artikel” sprechen ebenfalls für sich selbst. Es wird auf die “Rheinische Post” und den “EPD” (Evangelischer Pressedienst) verwiesen. Dies zeigt den hochgradigen Einfluss mehr oder minder staatlicher Religiotenorganisationen auf “Meinungsbildung” und Gesetzgebung. Beide Konfessionen arbeiten also erwartungsgemäß und entsprechend der eigenen irratioanlen und menschenverachtenden religiotischen Ideologie bestens zusammen im Sinne staatlicher Interessen, die als Teil des Staatswesens auch ihre eigenen sind. Entgegen der Verfassung sind wir ja faktisch denkbar weit von einer Trennung von Staat und Religion bzw. Kirchen/Religionsgmeinschaften entfernt. Ganz im Sinne eines globalen religiotischen Kapitalismus sehen auch “Unternehmen” hier natürlich neue “Märkte” und Profitchancen….letztlich Blutgeld auf Kosten von Menschen, die schuldlos einer gesteuerten Hysterie und Hexenjagd zum Opfer fallen. Gute Nacht….Welt…..

Weitere Informationen und inhaltliche Verweise auf dieser Webseite:

 

FKK-Bilderverbot, Gehirnwäsche und Vorratsdatenspeicherung

ZDF-Frontal 21 – Demagogie der Bilderstürmer

tätsächlich so etwas wie Kritik…

Nachtrag: Der “Fall” Edathy und die Folgen – Ein Fazit

Nach FKK-Verbot kommt die Porno-Literatur auf den Prüfstand

 

siehe auch:

K13-Online:  Frankfurter Allgemeine Zeitung(FAZ): Haltet die Balken ordentlich! Glaubt Ihr vielleicht, ich will wegen ein paar lumpiger Urlaubsfotos ins Gefängnis?

 

balken_hoch_sonst_knast

FAZtaz-logo

 

 

 

, , ,
2 Kommentare zu “Grundrechteabbau durch Nacktbilderverbot nennt sich “Opferschutzpaket”….”
    • Freiheit ist wirklich die Wurzel allesn Übels…..und Burkapflicht bis 18 Jahre……
      als Satire ist der Kommentar gelungen,

      Admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

code