Alles für den Arsch – Lehrer verfallen in Moralpanik,

denn Wikipedia verlinkt “Pornos” und gefährdet die “Unschuld” und das “Seelenheil” unserer deutschen Jugend.  Der konservative  “Deutsche Lehrerverband” (DL) ist “alarmiert” aufgrund vermeintlicher “Pornolinks” in Artikeln der Internetenzyklopädie “Wikipedia” .

Ursächlich für diesen kleinen Anfall moralischer Hysterie ist ein Bericht auf einer Online-Plattform für Lehrer mit dem Namen “ News4teachers”   Hier entdeckte man “jugendgefährdende Pornolinks” bei Wikipedia und stimmte einen moralpanischen Chor an. Nachfolgend einige Auszüge aus diesem Artikel:

 

 

“(…) Auf der anderen Seite kämpft die Seite immer wieder mit Inhalten, die Grenzen verletzen: „Masturbation“(…) Nach Recherchen unserer Redaktion wird, wer pornografisches Bildmaterial im Internet sucht, auch über das Internetlexikon fündig. Wer beispielsweise das Stichwort „Ejakulation“ bei Wikipedia eingibt, gelangt auf einen vordergründig sachlichen Beitrag, der allerdings direkt auf die dazugehörige Wikimedia-Seite – das ist die Bildersammlung des Internetlexikons – verlinkt. Und dort erscheinen Dutzende Fotos und Videos von männlichen, erigierten Geschlechtsteilen in Aktion. Ähnliches ist unter dem Stichwort „Penetration“ zu finden ,(…) Ist das Sexualaufklärung – oder schlicht jugendgefährdend? (…) Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) – zuständig für den Jugendschutz im Internet – hat ein Verfahren eingeleitet, nachdem News4teachers.de auf die Inhalte hingewiesen und um Einschätzung gebeten hat. „Im Fall der von Ihnen problematisierten Seiten hat die KJM im Zuge einer ersten Überprüfung einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags nicht ausschließen können. (…) Handlungsmöglichkeiten seitens der KJM begrenzt. Die Chancen einer Ahndung der Ordnungswidrigkeit über den Geltungsbereich des JMStV hinaus sind als gering anzusehen. (…)Die KJM empfiehlt Eltern deshalb, mit Blick auf Wikipedia, den Einsatz von „Jugendschutzprogrammen“, also „Filtersystemen, die entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte (…) blockieren. (…) Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, ist deshalb alarmiert: „Das ist Pornografie pur. Auch wenn die Bilder kosmetisch-medizinisch daherkommen.“(…)

 

Quelle/vollständiger Text: News4teachers: Jugendgefährdend: Porno-Links in Wikipedia

 

Seien wir doch einmal ehrlich, die heutigen Jugendlichen wachsen mit den digitalen Medien, Internet und Co. auf und lernen früh damit umzugehen. Oftmals ständig online verwachsen mit Smartphone und Tablett sollte es für die jungen Leute nicht wirklich ein Problem sein sich im Netz (Internet, “Darknet”, Usenet etc…) nach Bedarf mit Pornobildern und entsprechenden Videos aller Art und nach jedem Geschmack zu versorgen. Die hier zu Schau gestellte moralpanische Heuchelei ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Sie zeigt aber wie sehr ein verzichtbarer absurder Jugendschutz in der BRD institutionell verankert ist und mit Unmengen Steuergeld finanziert wird.  Es ist sicher nicht anzunehmen, dass Jugendliche durch den Anblick mehr oder minder agierender nackter Menschen bzw. deren Geschlechtsorgane in irgendeiner Weise “gefährdet” werden könnten, handelt es sich doch um völlig normale Dinge, die nun einmal zur menschlichen Existenz dazugehören.  Vielmehr geht es den nutzlosen teuren mehr oder weniger staatlichen Einrichtungen zum “Jugendschutz/Jugendmedienschutz” tatsächlich um Zensur nicht zuletzt auch gegen unerwünschten Meinungen wie die Diskussion um den unsäglichen Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) zeigt. Bei diesem scheußlichen und schwammigen Gesetzeskonstrukt wird umissverständlich deutlich, dass es dem BRD-Staat um Zensur geht. Auch Bestimmungen zum “Jugend(medien)schutz” stellen ein Instrument des Staates zum gezielten Abbau von Grund- bzw. Freiheitsrechten dar.

In gewisser Weise ist also “alles für den Arsch”, wären da nicht die eigentlichen Absichten von Staat und System. Für den Arsch scheint auch der Artikel von “News4Teachers” zu sein, wenn man sich einmal die Minnibildchen betrachtet, die sich dort, quasi als Nachweis für die Pornoumtriebe von Wikipedia, befinden. Es ist fast wie auf einer Pferdewiese…..breite Ärsche ohne Ende. In diesem Falle allerdings handelt es sich um dicke, breite Weiberärsche, für die man offensichtlich eine Vorliebe hat; einschließlich der mit schwarzen Balken versehenden Enddarmöffnungen. (eine Art Schließmuskelparade) Wenn es das ist, was man dort unter Pornographie versteht kann ich allerdings durchaus feststellen, dass es sich um ausgesprochen ekelhafte Bilder handelt. Schon der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer stellte zutreffend fest: “Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das schöne nennen, konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt”  (meint natürlich nur die Vernebleung des Heteroverstandes)

Auch bei “Heise.de” griff man die Pornopanik konservativer deutscher Lehrer auf. Hier ein Auszug:

 

 

“Das Bildungsmagazin “News4teachers” hat zahlreiche pornografische Bilder und Videos über die und in der Wikipedia gefunden. Der Deutsche Lehrerverband warnt nun Lehrer und Eltern davor, dass ihre Kinder und Schüler die Online-Enzyklopädie nutzen. (…) Kraus bezieht sich auf einen Bericht des Bildungsmagazins “News4teachers”, laut dem sich über die Wikipedia und auch in ihr selbst pornografische Bilder finden lassen. (…) Kraus fordert nun, dass die Wikipedia pornographische Inhalte schnell entfernt. Auch müsse sich die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien damit befassen. Der DL-Präsident meint zudem, dass die Schulminister Lehrer und Eltern auf die Problematik aufmerksam machen müssen. Der DL vertritt nach eigenen Angaben 160.000 Lehrer in Deutschland. (…)”

 

Quelle/vollständiger Text:  Heise.de: Lehrerverband erzürnt über Porno-Links in Wikipedia 

 

Es wird ein “Sturm im Wasserglas” bleiben, denn die deutsche” Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ”  mag sich beschweren ohne Ende und Verfahren einleiten; diese werden sehr wahrscheinlich wirkungslos bleiben, denn glücklicherweise ist das Internet und auch Wikipedia international und unterliegt nicht aberwitzigen deutschen “Jugendsch(m)utzgesetzen” bzw. Zensurbestimmungen.  Daran wird auch die größtte Zensurbehörde der BRD,  die “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien” nichts ändern können.

 

Für weitere themenrelevante Informationen siehe auf dieser Webseite auch folgende Artikel:

 

Piratenpartei beschließt Antrag gegen Jugendschutz

 

Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie (Prof. Dr. habil. Kurt Starke )

 

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