Unerträgliche Heuchelei von allen Seiten,

kann man erleben wenn man die “erhitzte” Diskussion um Schulreformen beim sexuellen Aufklärungsunterricht betrachtet.  In Baden-Württemberg demonstrierte man erregt und jetzt beim Hamburger CSD heuchelte man etwas von “sexueller Vielfalt auf den Stundenplan“. Warum der lustige “Tuntenball” offensichtlich unter politischem Realitätsverlust leidet soll nachfolgend erläutert werden.

Die einstmals politische Schwulenbewegung, die für gesellschaftliche Veränderungen und gegen menschenrechtswidrige staatliche Repressionen kämpfte gibt es nicht mehr. Heute exesistiert offensichtlich nur ein Haufen von dümmlichen partygeilen Schwulen (und Lesben), die alles toll finden von Politik keine Ahnung haben (wollen). Politisch angepasst und feministisch lesbenversucht biedert man sich dem System an und um noch irgendwie politisch zu erscheinen erhebt man (Schein-)Forderungen, die an der Realität des digitalen Mittelalters anno 2015 völlig vorbeilaufen bzw. einen gesellschaftlichen Zustand suggerieren, den es nicht gibt. Auf der konservativen Gegenseite heuchelt man nicht minder und regt sich künstlich auf um irgendwie im politischen Gespräch zu bleiben, wie in Hamburg bei “Wie wollen lernen“. Grundlage für dieses alberne Theater ist diese Forderung aus der angepassten schwul-lesbischen Ecke:

“eine aktive Aufklärungs- und Bildungspolitik sowie die bundesweite Verankerung sexueller Vielfalt als Bestandteil der Lehr- bzw. Bildungspläne: Sexuelle Vielfalt gehört auf den Stundenplan! “

 

Quelle: Hamburg.de – CSD Hamburg Akzeptanz ist schulreif

Schon die Quelle macht deutlich, dass man es sich im System eines postsäkularen totalitären Kapitalismus inklusive verlogener Doppelmoral bequem gemacht hat. Nun kamen Vertreter der rechts-elitären Initiative “Wir wollen lernen“, denen der Rückschritt nicht schnell genug geht auf die heitere Idee in Anbetracht dieser Forderdungen, die ja oberflächlich betrachtet die sexuelle Selbstbestimmung fördern sollen, Homosexualität und sogenannten “Kindesmissbrauch” bzw. Pädophilie/Päderastie gleichzusetzen und auch die noch die (H)Odenwaldschule und grüne Vergangheiten ins Spiel zubringen. Gemeint ist jene Vergangenheit in der die Grüne Partei und die politische Schwulenbewegung sich gemeinsam für wirkliche Vielfalt und sexuelle Selbstbestimmung einsetzten und staatliche Repression und die Unterdrückung sexueller Selbstbestimmung aktiv bekämpften.  Hier wurde ja ausführlichst über diese Zusammenhänge berichtet. Am Ende des Artikels folgen hierzu noch einige Links mit Texten zu diesem thematischen Kontext. Das schwule online- Systemmedium “Queer.de” regte sich natürlich über diese Gleichsetzung auf und verbog sich verlogen in einem Artikel die Realität. Aber was soll man von einem Online-Magazin halten, dass auch  lautstark daran glaubt, wir würden in einer “freien Gesellschaft” leben. So eine Behauptung läßt sich bestenfalls noch als Realsatire bezeichnen. Hier ein Auszug aus der Heuchelei  frei nach dem Motto “Ich mach mir meine Welt, wie sie mir gefällt”:

 

 

“Der Hamburger CSD will die Vielfalt von Lebensformen im Lehrplan verankern. Für eine konservative Elterninitiative ist das Kindesmissbrauch. (…) Das alte Klischee vom schmutzigen schwulen Mann lebt: Die Hamburger Elterninitiative “Wir wollen lernen” hat auf Twitter die Aufklärung über Homosexualität mit Kindesmissbrauch gleichgesetzt. Am Mittwoch postete die Initiative ein Plakat des Hamburger CSD, der dieses Jahr unter dem Motto “Akzeptanz ist schulreif: Sexuelle Vielfalt auf den Stundenplan” steht. Dazu schrieb die Initiative: “Erinnert auf ungute Weise an #Odenwaldschule und Forderungen der GRÜNEN aus düsteren Zeiten.” Die hessische Odenwaldschule war in den letzten Jahren in die Schlagzeilen geraten, weil Lehrer zwischen den Sechziger- und Neunzigerjahren mindestens 132 Schülerinnen und Schüler sexuell missbraucht hatten. (…) Die CSD-Organisatoren in Hamburg zeigten sich geschockt über den Vergleich: “Mir ihrem Verweis auf sexuellen Missbrauch und Pädophilie beweist die Initiative, dass sie nicht lernen will, sondern vor allem lernen muss”, erklärte Stefan Mielchen, Erster Vorsitzender des Hamburg Pride. Sexualpädagogik habe die Aufgabe, dass Kinder und Jugendliche “wissen und artikulieren können, was sie wollen und was sie nicht wollen – ohne Angst, ohne Scham, voller Wertschätzung”. Das sei der beste Schutz vor sexuellem Missbrauch und vor sexuell übertragbaren Krankheiten. (…) Die Gleichsetzung von Homosexualität und Kindesmissbrauch ist derzeit bei Schulreformen ein beliebtes Mittel von LGBT-Gegnern: So werden bei der AfD-nahen “Demo für alle” in Stuttgart immer wieder Schilder mit Aufschriften wie “Pädagogik statt Pädo-Logik” gezeigt. Auch in der CDU finden solche Vergleiche Anhänger: So warnte beispielsweise die niedersächsische CDU-Schulexpertin Karin Bertholdes-Sandrock vergangenes Jahr davor, dass “Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten” (queer.de berichtete). In Hamburg zog die Schulbehörde ein Aufklärungsbuch zurück, nachdem die CDU in einer Anfrage wissen wollte, ob Schüler “zu früh unangemessen sexualisiert” werden (queer.de berichtete). (…)

 

Quelle/vollständiger Text: Queer.de: Hamburger Elterniniative “Wir wollen lernen” setzt Schulaufklärung mit sexuellem Missbrauch von Kindern gleich”

 

Ich stelle hier einmal die provokannte Frage, ob diese rechts-konservative “Elterninitiative” nicht vielleicht in gewisser Weise recht haben könnte? Man möchte Kindern und Jugendlichen also die sexuelle Vielfalt, Akzeptanz und Freiheit vermitteln. Hierbei handelt es um Dinge, die es in diesem Lande aber nicht gibt und dessen Restbestände seit Anfang dieses Jahres endgültig abgeschafft wurden. Angesichts der Tatsache des schärfsten und verfassungswidrigsten Sexualstrafrechts, dass die BRD seit ihrer Gründung jemals hatte kann entsprechend einiger Formulierungen im Sexualstrafgesetz durchaus behauptet werden, dass es sich allein bei der positiven verbalen Darstellung irgendeiner sexuellen Vielfalt im Unterricht mit “minderjährigen” Schülern um “sexuellen Missbrauch” handeln könnte. Allerdings verkennen die “besorgten Eltern” natürlich, dass es die heutigen Zeiten sind, die als düster bezeichnet werden müssen angesichts der bestehenden Repressionen und Verfolgungen Unschuldiger durch das Sexualstrafrecht. Betracht man einmal die aktuelle Gesetzelage in grundgesetzwidrigen Strafvorschriften wie die §§ 174, 176, 176a, 180, 182, 184b, 184c, 184d u. ä. im StGB, so wird eines schnell klar, dass seitens des staatlichen Gewaltinhabers so etwas wie (sexuelle) Vielfalt und jegliche Art von Selbststimmung unerwünscht ist und zunehmend unter immer härtere Strafen gestellt wird. Man muss sich hier nur einmal die Mühe machen einige dieser staatskriminellen Strafbestimmungen genau zu lesen und miteiander im Kontext zu verbinden. Hier gibt es viele Möglichkeiten; Exemplarisch sei hier einmal folgendes aufgezeigt: Laut § 176  Abs. 4 StGB reicht es völlig aus mithilfe medialer Darstellungen (die als pornographisch gewertet werden könnten) oder allein durch Reden mit  einer Person unter 14 Jahren einzuwirken, dass diese auf die Idee kommen könnte ihre Persönlichkeit gemäß Grundgesetz frei entfalten zu wollen und dabei die sexuelle Selbstbestimmung  wählt. Sofort könnte man hier bei entsprechendem Vorsatz “sexuellen Missbrauch” annehmen und den Staatsanwalt alamieren, der dann mit inquisitorischen Eifer sicher tätig werden würde. Da sämtliche Bestimmungen im Sexualstrafrecht zunehmend entsexualisiert und absichtlich vieldeutig formuliert werden sind hier der kreativen Strafjustiz alle denkbaren “Entfaltungsmöglichkeiten”  gegeben. Dies meinte aber das Grundgesetz mit Sicherheit nicht, wenn es dort die freie Entfaltung der Persönlichkeit” als Grundrecht postuliert. Besonders schwammig gehalten sind hier die erneut verschärften Strafgesetze zur sogenannten “Kinder- und Jugendpornographie” So reicht hier schon ein Foto einer Person, die jünger als 18 Jahre sein könnte aus wenn sie irgendwie “posiert” oder nicht “vollständig” bekleidet ist um die Mühlen der Strafjustiz zum laufen zu bringen. Damit schränkt sich da Unterrichtsmaterial für Schüler die in der Regel jünger als 18 Jahre sind schon sehr erheblich ein. Ein Großteil des Unterichtsmaterials der 70er und 80er Jahre dürfte infolge seiner (didaktisch sinnvollen) Anschaulichkeit inzwischen schwerst strafbar sein. Infolge der Unrechtsbestimmungen in den §§ 184b und 184c wäre schon ein “Selfie” eines Schülers, der im Sommer in kurzen Hosen rumalbert potenziell “Kinder- oder Jugendpornographie”.  Bereits in ihrem Ursprung und eigentlichen Sinn zielen alle diese Bestimmungen darauf ab jegliche Aktivität, der man eine sexuelle Note zuordnen könnte, von sogenannten “Minderjährigen” zu verhindern bzw. im Keim zu ersticken um sie an dieser Stelle ihrer Grundrechte zu berauben.  Ebenso greifen die Pornographiegesetze bewusst in die Grundrechte der Meinungs- und Informationsfreiheit in zerstörerischer Weise ein.  Es zeigt sich im Ergebnis in aller Deutlichkeit, dass die sexuelle Selbstbestimmung erweitert um freie Meinungsbildung und freie Informationsbeschaffung für junge Menschen schlicht verboten ist. In der Folge wäre jeglicher Unterricht, der sich sexuelle Vielfalt, Gleichheit sexueller Ausrichtungen und Selbstbestimmung auf die (Regenbogen)Fahne schreibt im Graubereich der “Kriminalität” anzusiedeln und derartige Forderungen können nur einem politischen Unwissen entspringen oder schlicht als politisch gewollte Heuchelei interpretiert werden.  Die logische Konsequnez kann unter diesen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen nur sein, dass auf jeglichen “Sexualkunde” bzw. “Aufklärungsunterricht” verzichtet wird um entsprechend der “strafrechtlichen Bestimmungen”, “die ungestörte Entwicklung der Sexualität junger Menschen nicht zu gefährden”. Frühestens im 13. Schuljahr (welches es in Zeiten vom Abitur nach 12 Schuljahren nur noch eingeschränkt vorkommt), wenn die Schüler mit Sicherheit “volljährig” sind könnte man mit einem solchen Unterricht beginnen, denn jüngere Schüler sollen nach staatlichem Willen zu diesem Thema nichts wissen und schon gar nicht artikulieren können. Allein die Artikulation könnte schon einen Straftatbestand verwirklichen, wenn diese Artikulation von einem Lehrer mit verursacht wurde. … z. b. in einem Unterrichtsgespräch.

Unterm Strich betrachtet betreiben hier beide Seiten, sowohl die regebogenbunten Homoheuchler (man darf sich als Schwuler einmal wieder fremdschämen) als auch die schwarzbraunen Moralhüter dieser ultrakonservativen “Elterninitiative” die gleiche verlogene Heuchelei in dem sie Bestrebungen der Vergangheit, bei denen es um tatsächliche Vielfalt, Freiheit und Selbstbestimmung ohne Staatsanwalt ging dämonsieren bzw. sich im Falle von Schwulen und Grünen von der eigenen ehrlichen Bestrebungen in lange vergangenen Tagen mit Eifer distanzieren. Im “Sinne” dieser besorgten Eltern sowie CDU und AfD kann man nur hoffen, dass die “düsteren Zeiten” echter Freiheit, Offenheit und Selbstbestimmung irgendwann zurückkehren und “Missbrauch” kein Synonym für  Selbstbestimmung und Einvernehmlichkeit mehr ist. Diese Option der gleichberechtigten Selbstbestimmung gab es wohl auch einst in der immer wieder hervorgkramten Odenwaldschule, die auch hier völlig deplatziert als Moralhammer verwendet wurde. Hört also bitte auf mit eurer verlogenen Heuchelei und Doppelmoral und zwar alle, die an dieser öffentlichen Diskusion beteiligt sind.

Es sei abschließend angemerkt, dass es sehr wohl einen engen Zusammenhang zwischen männlicher Homosexulität und Päderastie (Pädophilie) gibt. Ein Blick in die schwule Geschichte und Literatur sollte genügen dies sehr deutlich werden zu lassen. Die engen Schubladen wie sie hinsichtlich der sogenannten sexuellen Identität heute konstruiert werden enstprechen nicht der menschlichen Realität. Es bleibt abzuwarten wie weit die systemangepassten Schwulen unter feministischen Lesbenkommando noch gehen werden um ihre ureigene Geschichte und teilweise Identität zu verleugnen…?

Für weitere thematisch relevante Informationen siehe auf dieser Webseite u. a. auch:

 

26.01.2015 – Rechtsstaat endgültig BRDigt – Verschärftes Sexualstrafrecht in Kraft getreten

Durchgewunken: Gesetzesverschärfungen im Sexualstrafrecht – Rechtsstaat endgültig abgeschafft !

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

Pubertätsmystik- extended- von Kurt Hartmann

Wieder die (H)odenwaldschule und ein Halleluja

Lexikon der Pädophilie-Irrtümer als Blog online

Der alltägliche Bildersturm

Stadtmagazin Siegessäule – Die “Berliner Pädo Debatte” und ein unbequemer Zeitzeuge

 

siehe auch: K13-Online: Queer.de: Hamburger Elterniniative Wir wollen lernen” setzt Schulaufklärung mit sexuellem Missbrauch von Kindern gleich

 

queer.de_schwul_desinformiert

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