kurz und knapp…

…werden hier noch zwei Themen nachträglich ergänzt. Die Verteidiger im sogenannten “Elysium-Prozess” haben nach der menschenrechtswidrigen Verurteilung ihrer Mandanten zu langen Haftstrafen durch das Landgericht Limburg Revsion beim Bundesgerichtshof eingelegt. Ebenso geht die politische Demontage, Vergunglimpfung und posthume Kriminalisierung des einst renomierten schwulen Psychologen, Sozialpädagogen und Sexualwissenschaftlers Helmut Kentler weiter und wieder wird versucht dieses perfide Vorhaben mit Pseudowissenschaft und Geschichtsklitterung zu rechtfertigen. Mehr zu alledem im folgenden Artikel.

Wie mehrfach berichtet war die “Insel der Seligen”, so die deutsche Übersetzung zu Elysium in den Jahren 2016 und 2017 ein Onlineprijekt im TOR-Netzwerk (“Darknet”) welches in Ausübung der Grund- und Menschenrechte Darstellungen sexueller Selbstbestimmung(sfähigkeit) “minderjähriger” Personen (“Kinder– und Jugendpornographie“) dokumentierte und Usern zum Download zur Verfügung stellte. Im Sommer 2017 wurde diese Plattform wie es in der Propaganda der Systemmedien gern formuliert wird gesprengt mit einem beachtlichen Aufwand an Staatsgewalt. Im folgenden medial aufgeblasenen Schauprozess erzählten einige der Angeklagten dann gerne Märchen und versuchten sich äußerst ungeschickt systemkonform bei der Justiz anzubiedern. Diese Schleimerei blieb ohne Erfolg und es folgte die Verurteilung zu langen Knaststrafen. Die einzelenn Berichte zu diesem Fall können in den am Ende dieses Berichts in den Verlinkungen nachgelesen werden. Hier ist natürlich anzumerken, dass es politisch und medial zu einem hysterischen Aufschrei gekommen wäre, wenn die Urteile anders ausgefallen wären. Um hier politisch und systemmediales Wohlwollen sicherzustellen ist das Landgericht in Limburg an der Lahn sogar teilweise über die Strafanträge der Staatsanwaltschaft hinausgegangen. Über die nun folgende Revision beim Bundesgerichtshof konnte man in der Systempresse unter anderem folgendes lesen:

 

Das Urteil gegen die Betreiber der Kinderporno-Plattform «Elysium» ist jetzt ein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Die Verteidiger der vier Angeklagten haben Revision gegen das Urteil eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts Limburg am Freitag erklärte. Der BGH muss den Fall nun auf formelle Verfahrens- und Rechtsfehler prüfen. (…) Anfang März waren die vier Führungsmitglieder der weltweiten Kinderpornografie-Plattform zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. (…) Das Landgericht verhängte Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten sowie neun Jahren und neun Monaten. (…) Die Richter sprachen die Männer (…) schuldig, das Portal als Bande im abgeschirmten Darknet betrieben beziehungsweise sich daran beteiligt zu haben.

WElt.de: Betreiber von Kinderporno-Plattform gehen gegen Urteil vor

 

Die Berichterstattung ist hier wie immer kritiklos und politisch angepasst. Mehr ist dazu nicht festzustellen. Helmut Kentler war einst einer der anerkanntesten Wissenschaftler der alten BRD, wenn es um Fragen der (Sexual)erziehung und Sexualwissenschaft ging und wurde oft als Fachmann zu Rate gezogen. Auch in den TV-Medien war er oft als Experte vertreten. Der Psychologe, Sozialpädagoge und Gerichtsgutachter konnte in einer Zeit seriös und methodisch sauber arbeiten als dies noch möglich war und die Sexualwissenschaft noch nicht zur Hure der Politik verkommen war und somit zur Pseudowissenschaft mutierte. Kentler setzte sich politisch im Einklang mit den Grund und Menschenrechten auch für eine Liberalisierung bzw. Abschaffung von Strafbestimmungen ein, die einvernehmliche und gewaltfreie generatiosnübergreifende Sexuakontakte unter Strafe setzen. Heute wären dies verfassungswidrige Strafgesetze wie §§ 174, 176, 176a, 182, 184b, 184c ,184d und 184e StGB. Zu Kentlers Zeiten waren es noch deutlich weniger und diese waren mit erheblich geringeren Strafen verbunden als dies heute der Fall ist. Da Kentlers wissenschaftliches und humanstisch-politisches Wirken nicht mit dem heutigen ZeitUNgeist und den zitierten Gesetzen vereinbar ist wird Prof. Dr. Helmut Kentler seit einiger Zeit politsch, pseudowissenschaftlich und systemmedial durch den Dreck gezogen und seine wissenschaftliche Arbeit in Frage gestellt und teilweise kriminalisiert wie auch die Person des homosexuellen Sexualswissenschaftlers selbst. Über die scheinwisenschaftliche moralhysterische Aufarbeitung seiner wissenschaftlichen Tätigkeit wurde hier mehrfach berichtet. Die Verweise zu den entsprechenden Artikeln erfolgen wie immer am Ende dieses Berichts. Ein von ihm unterstütztes und wissenschaftlich begleitetes Projekt wird jetzt wieder einmal missbrauchskreischend aufgegriffen und nach politisch-ideologischen Vorgaben zurechtgebogen und letztlich zur “kriminellen Machenschaft” erklärt. Bei diesem Projekt wurden männliche Jugendliche, die auf der Straße lebten bei homosexuellen/hebephilen Pflegvätern untergebracht, die sich dann auch aus intrinsischen Motiven um die schwierigen Jungen kümmerten, die oftmals bereits als Stricher ihre Liebesdienste anboten. In der politisch gleichgeschalteten Systempresse liest sich dies dann unter anderem wiefolgt:

 

Ein Berliner Sozialpädagoge unterstützte vor rund 50 Jahren aktiv den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Der Berliner vermittelte Pflegekinder zu pädophilen Männern. Die Berliner Senatsverwaltung will das dunkle Kapitel aus der eigenen Vergangenheit erneut aufarbeiten lassen. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie will ein dunkles Kapitel zu sexuellem Missbrauch aus der eigenen Vergangenheit weiter aufarbeiten lassen. Es geht dabei um den verstörenden Modellversuch des Berliner Sozialpädagogen Helmut Kentler (1928 bis 2008). Ab Ende der 1960er Jahre förderte er gezielt sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, indem er sie als Pflegekinder an Pädophile vermittelte. Kentler glaubte, dass sich diese Männer als Pflegeväter besser um ihre Schützlinge kümmern würden als andere Pflegeeltern. Dass sie dafür Sex wollen könnten, war für den Psychologen und Sexualforscher kein Hinderungsgrund. Nach Medienberichten erhielten die Pädophilen sogar Pflegegeld. Von Seiten der Behörden (…) wurden (…) diese Vorgänge (…) sogar beschönigt und gefördert, wie die Senatsverwaltung am Donnerstag mitteilte. Ein erstes Gutachten zum sogenannten Kentler-Experiment wurde im Auftrag der Senatsverwaltung durch das Göttinger Institut für Demokratieforschung erstellt und 2016 veröffentlicht. Nun hat die Verwaltung 84.000 Euro für weitere Forschung an der Universität Hildesheim bewilligt. „Das sind wir den Betroffenen schuldig. Es ist zutiefst erschütternd, was Kindern und Jugendlichen, die sich in staatlicher Obhut befanden, angetan wurde“, sagte Senatorin Sandra Scheeres (SPD). Ein Zwischenbericht, für den auch Betroffene gehört werden sollen, soll nach acht Monaten vorliegen. (…)

Quelle/vollständiger Text: Märkische Allgemeine: Kentler-Experiment – Verstörender Modellversuch: Sexueller Missbrauch soll neu aufgearbeitet werden 

 

Bereits die ersten Sätze machen deutlich, dass hier kein sachlicher Bericht zu erwarten ist, sondern die übliche ideogisch gefärbte Desinformation und Demagogie. Auch hier mutieren einverständliche, selbstbestimmte und gewaltlose Sexualkontakte entsprechend der aufgezählten Strafgesetze zu “sexuellen Missbrauch von Minderjährigen”. Hier werden wie immer gezielt Gewaltphantasien in die Köpfe der unwissenden Leserschaft eingepflanzt, die mit der Realität nichts zu tun haben. Hier wird eine von oben aufgesetzte äußerst fragwürdige “Moral” bedient, die letztlich irrationale Emotionen erzeugt und machtpolitischen Zielen bzw. Herrschaftszwecken dient. Dieser auszugsweise zitierte Text zeigt einmal mehr wie sehr in der heutigen Zeit bei diesem Thema die Gehinrwindungen gegen jede Logik und gegen jede Vernunft gebürsstet sind. denn gefördert wurde hier vor allem eine pädagogisch durchdachte Unterbringung von älteren Kindern und Jugendlichen bei der sichergestellt wurde, dass sich diese Pflegeväter auch um diese Jungen und ihre Belange kümmern. Dabei ist es tatsäch völlig egal, ob es zu (beiderseitig gewollten) sexuellen Kontakten kam oder nicht, denn dies ist schließlich Privatsache. Dabei ist die Zahlung von Pflegeld nur eine logische Konsequenz. denn anders als heutzutage konnten die Behörden hier human, lebensnah und vernünftig handeln und wurde nicht durch eine irrationale und inhumane Ideolgie sowie den oben genannten Gesetzen und daraus folgenden Verwaltungsvorschriften daran gehindert. Um die jüngere Zeitgeschichte wieder einmal ideologisch zu verbiegen beauftragt man natürlich, das in diesen Dingen bereits erfahrene  Göttinger Institut für Demokratieforschung. Dieses zweifelhafte Institut klitterte bereits für die “Grünen” und den “Kindersch(m)utzbund”  die Geschichte bei thematisch ähnlichen Zusammenhängen im Sinne der Herrschaftsinteressen des gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Systems.  Dass eine Politikerin der regierenden neoliberal-konservativen BRD-Blockpartei SPD wie Sandra Scheeres hier verheuchelt emotional rumjammert, ist nicht verwunderlich, dient sie doch dem System und den Interessen der herrrschenden Klasse.  Angetan wurde in diesem Zusammenhang sehr wahrscheinlich niemanden etwas und die übliche Opferideologie läuft faktisch ins Leere. Möglicherweise finden sich ein paar Trittbrettfahrer und/ oder ehemalige Pflegesöhne mit Euro Zeichen in den Augen. Man kann hier ja wie einst bei den Grünen wieder eine “Hotline” für Phantomopfer einrichten. Die Telefonkosten würden auch hier gegen null tendieren.

 

Sieher hier unter anderem auch:

 

Das Landgericht Limburg verurteilt “Elysium” – Betreiber zu langen Knaststrafen…

 

Helmut Kentler – Hysterische “Aufarbeitung” und Geschichtsklitterung…

Justizpossen in Fortsetzung: Elysium und ein “Therapeut” aus Frankfurt

Eine Mutti möchte nicht ins Elysium

Sommerpause beendet – Märchenstunden im Elysium

Sommerloch – kleine Sommerpause 2018, Elysium und andere Restbestände

BRD – Gesinnungsstrafrecht: Dreieinhalb Jahre Knast für die Verbreitung von Darstellungen sexueller Selbstbestimmung

Schwerer Schlag gegen sexuelle Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit

Vortrag von Teresa Nentwig zu Helmut Kentler – Die Systempresse hetzt weiter

Leibniz Universität Hannover: Pseudowissenschaftlicher Vortrag über Prof. Dr. Helmut Kentler

Hasspropaganda der Systempresse: Verunglimpfung des verstorbenen Sexualwissenschaftlers Prof. Dr. Helmut Kentler

Stadtmagazin Siegessäule – Die „Berliner Pädo Debatte“ und ein unbequemer Zeitzeuge

Grüne Aufarbeitungshysterie live in Hamburg – Ein Erfahrungsbericht

Grüne Aufarbeitungshysterie – Exorzismus in Berlin – wie man den Teufel der Vernunft und sexueller Selbstbestimmung sicher austreibt – Teil 1

Grüne Aufarbeitungshysterie – Exorzismus in Berlin – wie man den Teufel der Vernunft und sexueller Selbstbestimmung sicher austreibt – Teil 2

Göttinger Institut für Demokratieforschung – Wie man wieder einmal mit der “Pädokeule” Geschichte klittert.

Das impotente Kind – Sexualmoral vs. Ethik (GiGi Nr. 38)

Positionen zur Sexualpolitik von K. Hartmann

Grüne Aufarbeitungshysterie: Göttinger Institut für Demokratieforschung legt Abschlussbericht vor

Hysterische “Aufarbeitung” beim Kindersch(m)utzbund – Abschlussbericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung

Nachtrag: Zwischenbericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung

Grüne Aufarbeitungshysterie – Hotline für Phantomopfer eingerichtet

 

 

 

 

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1 Kommentar zu “kurz und knapp…”
  1. freiwilligen und einvernehmlichen Sex – gibt es den überhaupt? Die Bewegung gegen Prostitution und Pornografie ist “fortschrittlich” genug, auch dem sex. Kontakt unter Erwachsenen den Status der Freiwilligkeit abzusprechen, auch wenn es sich nicht um Zwangsprostitution handelt. Erwachsene Frauen und Männer müssen vor sich selber geschützt werden, denn “Freiwilligkeit ist ein Mythos” (Alice Schwarzer), und Frauen, die freiwillig und selbstbestimmt der gewerbsmäßigen Prostitution nachgehen, sind entweder in ihrer Jugend vergewaltigt oder einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Demnächst werden sex. Kontakte unter Erwachsenen nur noch möglich sein unter Beobachtung zweier unabhängiger Zeugen und im Beisein eines Notars, zur Bestätigung der Freiwilligkeit und Einvernehmlichkeit.

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