Das Problem mit der Wahrheit

Es ist nicht das erste Mal, dass von rechter Seite irgendwo im politischen Sumpfland völkisch-nationaler und/oder christlich-konservativer Figuren die Behauptung aufgestellt wird, dass  Homosexualität etwas mit “Pädophilie” bzw. Päderastie zu tun hätte. Dann folgt ein hysterisch verlogener Aufschrei vermeintlich progessiver Kräfte inklusive einer politisch angepassten und vom Gender-Wahn befallenen systemtreuen Schwulen Lobby“. Neu dabei ist, dass solche Äußerungen auch vor einem Strafgericht enden können, wie im Falle des zweifelhaften Biologie-Professors Ulrich Kutschera. Dabei stellt sich die Frage, ob bei aller durchschaubaren rechten Polemik nicht doch teilweise etwas von diesen Behauptungen stimmen könnte. Im folgenden Artikel wird über diese Frage einmal nachgedacht.

Es hat zwar durchaus den Beigeschmack einer Verwandtschaft mit üblen Rassentheorien der braunen Vergangenheit wenn dieser zweifelhafte Biologie-Professer seine “Thesen” abfeuert und vieles ist schlicht grober Unfug wie seine politische Verherrlichung einer Hetero-Normativität in der ein Homo-Sapiens Männchen mit Reptiliengehirn über sein Weibchen steigt, dass nicht einmal über dieses verfügt. Die Dämonisierung einer sogenannten “Frühsexualisserung” zeigt hingegen wieder die hier schon öfter entlarvte Scheindiskussion zwischen Vertretern einer scheinbaren sexuellen Vielfalt und eben den üblichen rechts-katholischen Moralaposteln, die gar nicht merken oder merken wollen, dass ihre Wünsche nach vollständigen gesellschaftlichen Rückschritt auf diesem Gebiet von den vermeintlichen Gegnern an der gesetzgebenden Front längst in dem härtesten Sexualstrafgesetz seit dem Dritten Reich ungesetzt wurden. Diese stetig verschärften verfassungswidrigen Strafgesdetze (§§ 174, 176, 176a, 182, 184b, 184c ,184d und 184e StGB) betreffen ausschließlich den sexuellen und sozialen Umgang mit Kindern und Jugendlichen und die Dokumentation einer unerwünschten sexuellen und sozialen Selbstbestimmung. betreffen Denn es gibt keine Frühsexualiserung, die ist nämlich verboten und wird strafrechtlich mit hohen Strafandrohungen verfolgt. Wenn bereits Aufklärungsfilme, die sich weit ab irgendwelcher grotesker Gendertheorien bewegen und einfach nur ihre Aufgabe erfüllen juristisch zur “Kinderpornographie” erklärt werden sollte klar sein, dass dieser Staat mit Sicherheit keine frühe Theamtisierung von Sexualität bei Kindern und Jugendlichen wünscht. Am Ende dieses Artikel folgen wieder Verlinkungen zu weiteren Berichten auf dieser Seite, die dieses Thema detailierter darstellen. Soweit es aber die Nähe von “Pädophilie” und Päderastie zur Homosexualität betrifft könnte es durchaus sein, dass der Herr Kutschera der Wahrheit deutlich näher kommt als die systemtreue genderbesoffene Lesbentransgenderbischwulenusw*… Community, die ja bei solchen reflexartig aufheult als hätte sie bzw. der schwule Teil davon etwas zu verbergen, dass in der heutigen Zeit nicht gern gehört wird. Selbst eine Systemedien-Tunten-Drag-Queen hat sich ja unter anderem bei solchen Äußerungen schon zu moralpanischen Heuchelanfällen und einer Anzeige hinreißen lassen. Damit tutete sie/er ins gleiche Horn wie der rechtskatholische schwule Journalist David Berger, der ja eher in der politischen Nähe des Herrn Kutschera zu vermuten ist. Hier zeigt sich deutlich, dass wir es hier mit einer politischen Scheindiskussion zu tun haben nach dem Prinzip “Herrsche und Teile”. Hier einige Auszüge aus der Systempresse:

 

 

Weil er Homosexuellen eine Neigung zur Pädophilie unterstellte, steht der Kasseler Biologie-Professor Ulrich Kutschera vor Gericht. Dort bekräftigt er seine Ansichten. (…) Am Kasseler Amtsgericht hat ein Prozess gegen den Biologie-Professor Ulrich Kutschera begonnen. Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel soll der Hochschullehrer in einem Interview homosexuellen Personen eine grundsätzliche Neigung zum sexuellen Missbrauch von Kindern vorgeworfen haben. Der Professor soll die Aussagen unter dem Vorwand angeblicher “biowissenschaftlicher Fakten” gemacht haben. Auch zum Prozessauftakt ließ Kutschera Definitionen aus dem Bereich der Biologie vorlesen. Außerdem beantragte die Verteidigung, ein Buch des Wissenschaftlers als Beweis in den Prozess einzuführen. “Erst nach Einführung des Buches wird ersichtlich werden, dass Äußerungen auf biologischem Fachwissen beruhen”, sagte sein Anwalt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen unter anderem Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung vor. Konkret geht es um ein Interview, das Kutschera anlässlich des Beschlusses der “Ehe für alle” im Jahr 2017 der konservativen katholischen Nachrichtenseite “kath.net” gegeben hatte. Er hatte darin unter anderem gesagt, er sehe durch das Adoptionsrecht für Homosexuelle “staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen”. In gleichgeschlechtlichen Ehen lebende Kinder soll Kutschera laut Anklage als “bemitleidenswerte Befruchtungs-Produkte” bezeichnet haben, deren Erziehung in Form “geistiger Vergewaltigung” erfolge. Wegen des Interviews hatten mehrere Homosexuelle und Kasseler Studentenvertreter Anzeige erstattet. (…) Die „widernatürliche Früh-Sexualisierung“ interpretierte Kutschera in dem Interview als „geistige Vergewaltigung Schutzbefohlener“.(…) Der Biologe formulierte daraus das Fazit: “Männer wollen einfach eine nette Frau, mit der man nicht viel diskutieren muss; jung, attraktiv, gut kochen muss sie können, Kinder großziehen.” (…) Der Prozess gegen den Kasseler Biologieprofessor Ulrich Kutschera ist am Mittwoch nach mehr als sechsstündiger Verhandlung geplatzt. Nun muss ein neuer Termin gefunden und das Verfahren, das unter großem öffentlichen Interesse vor dem Amtsgericht begonnen hatte, neu aufgerollt werden. Wie berichtet, muss sich der 64-jährige Wissenschaftler – neben dem Vorwurf einer Unfallflucht – wegen Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung vor dem Amtsgericht verantworten. (…) Kutscheras Verteidiger Markus Sittig stellte 14 Beweisanträge. Durch die Anhörung von verschiedenen Wissenschaftlern und einem Kinderarzt solle gezeigt werden, dass Kutscheras Äußerungen wissenschaftlich belegte Tatsachen darstellten. Als Zeugen wurden auch zwei homosexuelle Männer sowie der ehemalige Kasseler Asta-Vorsitzende gehört, die Strafanzeige gestellt hatten. „Ich bin homosexuell, aber ich bin kein Kinderschänder“, sagte ein Arzt und Psychotherapeut aus Berlin, der Kutschera die Fachkompetenz in der Sache absprach. (…)

 

Quellen/vollständige Texte:

Spiegel-Online: Prozess in Kassel Professor verteidigt umstrittene Aussagen über Homosexuelle

HNA: Richter setzt Verfahren aus: Prozess gegen Kasseler Uni-Professor vorerst geplatzt

Junge Freiheit (rechtes Propagandaerzeugnis): Anti-Gender-Forscher Kutschera vor Gericht

 

Ohne Zweifel kann einem bei manchen Äußerungen des Herrn übel werden, denn es handelt sich um tief aus dem schwarzblaubraunen Sumpf stammende (sexual)rassistische Polemik, welche versucht sich ein pseudowissenschaftliches Feigenblatt zu verpassen. So wird auch dieser vorerst geplatzte Schauprozess zu Bühne für den Biologie-Professor. dessen Thesen nicht selten eigentümliche Haken schlagen. Für die anzeigenden angepassten Schwulen, die für ihre verlogene politische Heuchelei ebenfalls eine Bühne erhalten. So wird dieser Strafprozess vermutlich auch weiterhin als medial aufpolierte politische  Scheindebatte geführt werden an der vermutlich am Ende eine Verurteilung stehen wird, denn dafür sorgt allein die Fahrerflucht, die wahrscheinlich seitens der Staatsanwaltschaft hinreichend bewiesen sein wird. Bei allem Widerwillen gegen die meisten Statemnts des Rechtsauslegers ist dennoch festzustellen, dass der Hammer der “Volksverhetzung” rational betrachtet doch eine Nummer zu groß ist. Betrachtet man die Geschichte der Schwulen und ihrer Bewegung, so wird eines mehr als deutlich; die Nähe zur (Homo)pädophilie  bzw. Päderastie ist mehr nicht nur irgendwie gegeben sonden offensichtlich.  Wie hier in vielen Beiträgen geschildert hat sich die Schwulenbewegung bevor sie sich von rechtsfeministischen Lesben und weiteren Gender-Verwirrten okkupieren ließ politisch für eine nachhaltige Strafrechtsreform eingesetzt welche eben nicht nur den “Schwulenparagraphen” § 175 StGB (der abgeschwächt und geschlechtsneutral im § 182 StGB weiterlebt) betraf sondern alle Strafvorschriften, welche die sexuelle Selbstbestimmung gesetzlich einschränken und dabei keinerlei rational erklärbares Rechtsgut schützen.  Hier waren menschenrechtswidrige Strafvorschriften wie §§ 174, 176, 176a und die Strafbestimmungen die (einverständlich hergestellte) Pornographie betreffen natürlich eingeschlossen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die letztlich politisch-ideologische Schubladenbildung nach der staatstragenden “Kein Täter werden”-Ideolgie, welche den Missbrauchsmythos entsprechend der oben genannten Strafgesetze und den machtpolitischen Interessen der herrschenden Klasse zum sakrosankten Dogma erhoben haben nicht der menschlichen Realität entspricht, da die menschliche Sexualität deutlich individueller und komplexer ist und sich oftmals fließend zwischen den diversen Kategorien bewegt. Somit ist es auch kaum verwunderlich, dass ein nicht kleiner Teil der erwachsene Schwulen selbstverständlich von Jungen erotisch angezogen wird zumindest von jenen, die das Kindergarten- und Grundschulalter hinter sich haben. Jeder, der sich schon einmal in der Schwuleszene bewegt hat wird dies wissen auch wenn diese Tatsache heute bestenfalls noch hinter verschlossenen Türen und vorgehaltener Hand bestätigt wird. Betrachtet man einmal die schwule Literaturgeschichte wird jedem auffallen, dass es dabei sehr oft um Jungs unterhalb der “Volljährigkeit” geht. Die Selbstverleugnung der eigenen Geschichte und Sexualität ist heute leider politischer Standard der systemtreuen Schwulenbewegung geworden. Homosexuelle Männer werden längst wieder Opfer der oben aufgezählten Strafparagraphen aber dazu schweigt man einer komplett verheuchelten Community betreten und erfreut sich an der “Ehe für Alle” und berauscht sich systemkonform am Genderfluid.

 

Für weitere Informationen zu diesem Themenkomples siehe auf dieser Webseite unter anderem:

Feministisch-lesbische Entrümpelungsaktion mit Staatsgewalt und ihre Ursachen

Schwuler Wahnsinn* trifft Staatsgewalt mit Pädokeule (ohne *)

Skandalöser Demagoge

Heuchelei und Lügen für Alle

Unerträgliche Heuchelei von allen Seiten,

Wenn Vernunft und Wahrheit auf der Strecke bleiben…

Aus dem Sommerloch: Wer im Glashaus sitzt….

BRD Gesinnungsstrafrecht: Wenn ein Aufklärungsfilm zur “Kinderpornographie” mutiert

Schwules Museum Berlin: Erst Heuchelei dann Schüsse

Wenn die lesbisch-feministisch kontaminierte Schwulenlobby dem Missbrauchsmythos in den Arsch kriecht….

Moral-Panic-Queen

Wenn ein „Zeitgeist“ längst den Verstand verloren hat…

Zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Rüdiger Lautmann Festschrift und Lesung

Die Siegessäule und die Pädokeule

Grüne Aufarbeitungshysterie: Göttinger Institut für Demokratieforschung legt Abschlussbericht vor

Die „Grünen“ und die Zeitgeister: Die Aufarbeitungshysterie geht weiter

Stadtmagazin Siegessäule – Die „Berliner Pädo Debatte“ und ein unbequemer Zeitzeuge

Stadtmagazin „Siegessäule“ biedert sich an bei Sexualeugeniker

Grüne Aufarbeitungshysterie live in Hamburg – Ein Erfahrungsbericht

Grüne Aufarbeitungshysterie – Exorzismus in Berlin – wie man den Teufel der Vernunft und sexueller Selbstbestimmung sicher austreibt – Teil 1

Grüne Aufarbeitungshysterie – Exorzismus in Berlin – wie man den Teufel der Vernunft und sexueller Selbstbestimmung sicher austreibt – Teil 2

Das impotente Kind – Sexualmoral vs. Ethik (GiGi Nr. 38)

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

und andere mehr…

 

 

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5 Kommentare zu “Das Problem mit der Wahrheit”
  1. wegen Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung vor dem Amtsgericht verantworten. (…)

    Genau mit der gleichen Argumentation, könnten Pädophile Anzeigen erstatten. Es ist einfach das gleiche. Die Blindheit dieser Leute, welche ein Recht einfordern wollen, welches sie anderen Menschen nicht zubilligen. Es ist aber noch viel schlimmer. Mit dieser Anzeige und der verbundenen Argumentationen, machen sie sich selbst der Volksverhetzung gegen Pädophile schuldig. Aber was spielt das überhaupt für eine Rolle !

    Es geht hier um die Meinungsfreiheit und die kommt zuerst ! Also Fresse halten systemtreue genderbesoffene Lesbentransgenderbischwulenusw … Ich wünsche euch nichts gutes … Verdient habt ihr das … Die Einschläge werden dichter … 😉 Ihr seid moralisch nicht besser und habt es verdient das sich die Uhren zurückdrehen … Vielleicht braucht ihr das um aufzuwachen … ! Es ist so leicht sich abzugrenzen, wenn man sich im Mainstream fühlt …. Aufwachen! Das seid ihr nicht 😉

  2. Da komm ich nicht ganz mit: wenn pädo sein selber weder strafbar ist noch per se einen Makel darstellt, sondern nach überwiegender Lehrmeinung wie Homosexualität eine von der Wissenschaft anerkannte Variante der menschlichen Sexualität sein soll, wie kann es dann Volksverhetzung und Beleidigung sein, eine Personengruppe als Pädophil zu bezeichnen? Das ist doch höchstens auf dem Niveau, alle Deutschen z.B. “Kartoffelfresser” zu nennen. Wenn mich jemand als “schwul” bezeichnet, kann ich ihn ja auch nicht wegen Beleidigung belangen. Oder “alle Briten sind schwul” ist keine Volksverhetzung. Das anders sehen zu wollen heißt doch wohl, Schwule zu diskriminieren. Der Ausdruck “Kinderficker” ist hingegen von einer ganz anderen Qualität, weil da ja eine Straftat unterstellt wird, nämlich der GV mit Kindern, der per se, egal ob einverständlich oder nicht, strafbar ist.

    • Es geht hierbei um den Kontext in welchem der Begriff Pädophil fällt. Er steht ja nicht allein, sondern ist eingebunden in einer Argumentation aus Glauben und Hören-Sagen und sehr stark negativ besetzt. Wenn sich nun die Schwulen Argumentativ von Pädophilie abgrenzen wollen, dann tun sie dies eben mit genau der Argumentation aus Glauben und Hören-Sagen und genau diese Argumentationen meine ich. Auf eine weitere Ausführung hatte ich in meinem Kommentar verzichtet.

      Den Tatbestand einer Volksverhetzung definiert § 130 Abs. 1 StGB:

      Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

      1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder

      2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

      wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    • Im übrigen denken die gar nicht so weit. für sie ist die Aussage Schwul = Pädo eine Volksverhetzung zumindest eine Beleidigung. Ich möchte so gar nicht denken… der Umstand das es Pädos gibt und es auch Menschen sind wird hier komplett ausgeblendet. Pädos wurden erfolgreich ent­mensch­li­cht und Pädophil als solches eine Beleidigung impliziert. So ist das halt im Jahr 2019.

      Schau mal:
      Frühe Antisemiten etablierten für Juden ein Vokabular vom „Ausmerzen“, „Ausschalten“, „Beseitigen“, „Entfernen“, „Unschädlichmachen“, „Vertilgen“ oder sogar „Ausrotten“ der Juden im öffentlichen Diskurs. Mittels solcher biologistischen Metaphern wurden die Juden entmenschlicht und mit Krankheitserregern, Insekten oder Parasiten gleichgesetzt.

      Entmenschlichung oder Dehumanisierung ist die explizite oder implizite Wahrnehmung oder Bezeichnung von Menschen oder Menschengruppen als nicht menschlich, untermenschlich oder auf negative Weise übermenschlich (etwa als Monster). Menschen wird damit also ihre Menschlichkeit (Humanität) bzw. ihre menschliche Qualität abgesprochen.

      Entmenschlichung geschieht auf zwei Arten:

      Die Aberkennung von Eigenschaften, von denen die Person glaubt, dass sie Menschen von Tieren unterscheiden (etwa komplexe Emotionen wie Moral oder Schuld, aber auch Kultur). Hierbei werden Menschen zu Tieren oder Unerwachsenen abgewertet.

      Die Aberkennung von Eigenschaften, die typisch menschlich sind (Wärme, Offenheit etc.).

      Hierbei werden Menschen zu Objekten abgewertet.

      Entmenschlichung ist oft von Emotionen wie Verachtung, Abscheu oder Ekel sowie von einem Mangel an Empathie begleitet und lässt moralische Grundsätze gegenüber der Person(engruppe) als nicht mehr gültig erscheinen.

      Sie dient insofern Funktionen zur Stabilisierung der Identität einer Person(engruppe), etwa durch das Reduzieren moralischer Emotionen, durch das Erzeugen von Gefühlen der Überlegenheit oder Begründung von Konflikten. Deshalb führt die Entmenschlichung von Minderheiten unter anderem zu mangelnder Hilfsbereitschaft, zur Duldung von Gewalt sowie zum Zuspruch zu Gewalt gegenüber der Minderheit. Dieses Verhalten gegenüber anderen führt umgekehrt zur Entmenschlichung der Täter selbst.

      Im Alltag spiegelt sich Entmenschlichung oft in Stereotypen, Deutungsmustern, Metaphern (Tiermetaphern, Objektmetaphern etc.) oder Schimpfwörtern (Dysphemismus) wieder, durch die bestimmte Eigenschaften für manche Menschen als typisch angesehen werden, anderen Menschen dagegen abgesprochen werden.

  3. n Russland begründen die Schwulenhasser ihre Gewalttaten gerne damit, alle Schwulen seien verkappte “Kinderschänder”. Letztlich kommt es darauf an, was der “Biologieprofessor” denn genau gesagt hat, und darauf, was die Öffentlichkeit vermutlich darunter verstehen, und welche Wirkung das entfalten könnte, wenn das denn so einfach durchginge, ohne eine Sanktionierung nach sich zu ziehen.

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