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FÜR EINE PERVERSE GESELLSCHAFT – ein Grundsatzpapier des Arbeitskreises Sexualpolitik Berlin (Oktober 2005)

FÜR EINE PERVERSE GESELLSCHAFT

Wir erregen Anstoss

Vorschlag für eine sexualpolitsche Grundsatzerklärung

Der AK-Sexualpolitk Berlin versteht sich als Teil einer linksdemokratischen und antiautoritären gesellschaftlichen Bewegung.

Er vertritt die folgenden Grundsätze:

Wir begreifen Sexualität als eine positive Kraft im Leben eines jeden Menschen. [Formulierung der AHS]
Wir sehen diese positive Kraft unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Identität oder Spielart und Behinderung.

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Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

Es wird uns immer wieder gern suggeriert, dass die “Bundesrepublik Deutschland” (BRD) ein “Rechtstaat” sei. Insbesondere die Systemmedien lassen nicht nach diese Desinformation immer wieder zu verbreiten. Warum sollte nun ausgerechnet das so genannte Sexualstrafrecht (13. Abschnitt des Strafgesetzbuches) geeignet sein dem Staat ein Werkzeug in die Hand zu geben, die Grundrechte der Bürger nicht nur einzuschränken sondern sie scheibchenweise komplett auszuhebeln? Besonders in den Fokus rücken hier jene “Bestimmungen”, die die vermeintliche “kindliche Unschuld” getarnt mit dem irreführenden Begriff der “sexuellen Selbstbestimmung” “schützen sollen. Dies wären dann die vor allem die folgenden Paragraphen des StGB; § 174, § 176, § 176 a, § 181 b, § 182, § 184 b und der noch recht neue § 184 c . Dies bedeutet natürlich nicht, dass die übrigen Paragraphen des Sexualstrafrechts in einem tatsächlichen Rechtsstaat eine Berechtigung hättten. Gleiches gilt für eine Vielzahl weiterer Paragraphen aus anderen Bereichen eines veralteten Strafgesetzbuches, welches sich in seinem Tenor seit 1871 nicht verändert hat. Um die in der Überschrift angedeuteten Zusammenhänge zu verdeutlichen ist aber sinnvoll den Blick vor allem auf die genannten “Rechtsbestimmungen” zu richten.

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Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie (Prof. Dr. habil. Kurt Starke )

Zwischenbetrachtung zur folgenschweren Pornografie

Alles, was ein Mensch tut, jedes Geschehen in der Gesellschaft hat Folgen. Es gibt nichts
Folgenloses. Das trifft auch auf Produkte sexuellen Inhalts zu, seien sie nun Pornografie oder nicht. Welche Folgen das sind, kann nicht vorausgesagt werden, nicht für einen Menschen und nicht für alle. Dazu sind die Umstände, unter denen etwas passiert, viel zu komplex, und dazu sind auch die Wirkungszusammenhänge zu verschieden. Vor allem sind die Menschen verschieden. Sie verarbeiten Geschehnisse in höchst unterschiedlicher Weise und je nach aktueller und genereller Lebenssituation. Kausalmechanistische Wirkungsmodelle sind untauglich. Das ist bei Medienprodukten wie Pornografie nicht anders. „Medienvermittelte Botschaften werden immer auf biografisch bereits vorhandene, ‚prä- oder paramedial’ angeeignete Skripte stoßen.“ (Weller 2010a: 56)

Verfasst am 20 September 2012
   
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Über diese Webseite

Nach ungeplanten Verzögerungen befindet sich diese Webseite weiterhin im inhaltlichen und strukturellen Aufbau. Ich hoffe, dass dieses Onlineprojekt im Laufe des Herbstes offiziell an den Start gehen kann. Veränderungen in der Menüstruktur und in der Optik sind geplant.

Der zentrale Themenschwerpunkt lässt sich am besten mit dem Begriff Sexualpolitik bezeichnen.

Angesichts der heutigen repressiven Gesetzgebung und Verfolgung durch Ermittlungsbeihören und Justiz geht dieser Begriff weit über das hinaus was man gemeinhin mir dem Begriff des „sexuellen“ verbindet. Es geht hier um ein breites Spektrum von Handlungs- und Meinungsfreiheit. In den letzten ca. dreißig Jahren hat sich der BRD-Staat genauso wir andere Staaten in Europa Lichtjahre von auch nur ansatzweise rechtsstaatlichen Verhältnissen entfernt und eine auswuchernde Hexenjagd gegen Menschen etabliert, die auf die eine oder andere Art von einer vorgegebenen immer engeren moralischen Norm abweichen. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Situation in der BRD bzw. dem deutschsprachigem Raum liegen; erweitert um einen notwendigen Kontext mit dem gesamten EU-Raum.